BY: FC UZWIL TEAM - Mo., 20. Oktober 25, 15:36 Uhr


Einwechslungen : 59. Cengiz für Serifoski, 67. Rohner für Weber, 76. Imper für E. Emini, 87. Fekete für Karrica
Bemerkungen : 80. Gelb/Rot für K. Schweizer, 90. Gelb/Rot für T. Fekete, 90. + 4 Gelb/Rot für O. Cengiz
Der FC Balzers erwies sich als der erwartet starke Gegner
Mit zwei Siegen gegen den Tabellenzweiten Weesen und den Aufstiegskandidaten Linth 04 im Gepäck, reiste eine mit viel Selbstvertrauen ausgestattete Mannschaft aus Balzers auf die “Rüti”. Nach anfänglichem Abtasten ergriffen aber die Platzherren das Zepter und setzten mit schnellen Kontern die Gästeabwehr vermehrt unter Druck. In der 11. und 12. Minute ging der FC Uzwil mit einem Doppelschlag durch Weber per Kopfball und Moser nach einem Konter durch die Mitte mit 2 : 0 in Führung. Danach aber zogen sich die Uzwiler unverständlicherweise in die eigene Platzhälfte zurück und überliessen den Gästen das Spieldiktat, die allerdings zuerst nur wenig Gefährliches für Torhüter Martic heraufbeschwören konnten. In der 35. Minute hatte E. Emini auf halblinker Position allein vor Gästekeeper Lo Russo aus ca. 10 Metern die Vorentscheidung auf dem Fuss, aber der Abschluss gelang ihm nicht wunschgemäss. Als sich die Uzwiler vermutlich bereits in der Pause wähnten, gelang den Gästen nach mehreren ungenügenden Uzwiler Klärungsversuchen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt der Anschlusstreffer durch ihren besten Angreifer Yogarajah. Es zieht sich leider wie ein roter Faden durch das Uzwiler Spiel, dass das Team jeweils zu Unzeiten Gegentreffer kassiert, entweder kurz vor der Pause oder dem Schlusspfiff, aber auch durch Unkonzentriertheiten nach eigenen Treffern.
Turbulente Schlussphase
Nach dem Pausentee glich sich das Spielgeschehen weitestgehend aus. Die Gäste hatten vielleicht etwas mehr Ballbesitz, waren aber vor dem Uzwiler Tor zu harmlos, oder die gut disponierte Abwehr um Ledermann, konnte weiters Unheil klären. In der 67. Minute dann ein wichtiger Moment für Lorin Rohner, der nach fast acht monatiger Verletzungspause wieder mittun durfte und wäre das nicht schon Grund zur Freude genug, gelang ihm auch noch mit einem herrlichen Schlenzer bereits 3 Minuten nach seiner Einwechslung das vorentscheidende 3:1. Leider brachten sich die Uzwiler mit einem unnötigen Ballverlust am eigenen Sechzehnmeterraum selbst wieder in Bedrängnis. Die Gäste nutzten diesen Aussetzer zum neuerlichen Anschlusstreffer eiskalt. An das was dann ab der 80. Minute auf der “Rüti” geschah, wird man sich vermutlich noch lange erinnern. Der bis dahin nicht auffallend schlecht pfeifende Schiedsrichter Cramalte verlor völlig den Faden und zückte Karten wie ein Croupier am Pokertisch. Zum Unglück für die Uzwil etwas zu viele gegen sie. Die erste Gelb/Rote Karte gegen Schweizer ging nach einem Ballverlust und nachfolgendem Halten des Gegenspielers in Ordnung, dieser hätte freie Bahn in den Uzwiler Strafraum gehabt. Die beiden nachfolgenden aber, gegen Fekete für sein allererstes Foul, nachdem er schon vor seiner Einwechslung an der Seitenlinie niemand weiss für was verwarnt worden war und gegen Cengiz nach zwei eher harmlosen Vergehen waren geradezu lächerlich. Mit bloss noch acht Spielern auf dem Feld wehrte sich die Martic-Acht gegen den drohenden Punkteverlust solidarisch und brachte schlussendlich den Sieg trotz widrigster Umstände ins Trockene.
Völlig unverständlich ist, wie ein Schiedsrichter eine an und für sich faire Partie, es gab kein einziges, gehässiges Foul während des Spiels, nach zuerst 80 völlig unauffälligen Minuten dermassen zerpfeifen kann und sich verdientermassen nach Spielschluss den verbalen Unmut von den aufgebrachten Uzwiler Anhängern anhören musste. Zum Glück für die Uzwiler brachte der Referee, die durch das Verteilen von elf gelben und drei roten Karten erzwungenen Unterbrüche, den Spielfluss der mit Mann und Maus anstürmenden Liechtensteiner immer wieder zum Erliegen, so dass diese keine echte Torchance mehr erspielen konnten. Ebenfalls in die Karten der Uzwiler spielte die Tatsache, dass der Unparteiische trotz der vielen Unterbrüche die fällig gewordene Nachspiel kurzerhand nach seinem Gutdünken verkürzte.
Trotz dieses hart umkämpften Sieges müssen sich die Uzwiler hinterfragen, wieso man immer wieder zu den unmöglichsten Zeitpunkten Gegentreffer kassiert. Man würde sich viel Energie für das eigene Spiel aufsparen, wenn man diesen Momenten mehr Aufmerksamkeit und Konzentration schenken würde.
Nächstes Spiel : FC Rorschach-Goldach 17 – FC Uzwil, Samstag, 25. Oktober 2025 16:00 Uhr, Sportanlage Kellen, Tübach
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